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Gesund in der Schwangerschaft

Da wir im Moment gerade unser viertes Kind erwarten, lege ich natürlich ganz besonders großen Wert auf eine gesunde Ernährung, denn ich möchte, dass unser Baby und auch ich alle wichtigen Nährstoffe bekommen, die wir benötigen, um die Schwangerschaft gesund zu meistern.

Was und wie viel soll man in der Schwangerschaft essen?

Viele Jahre wurde der Mythos aufrecht erhalten und den Frauen gesagt, dass sie nun für 2 essen müssten. Das ist natürlich Quatsch, denn nicht die Menge, die man isst, ist entscheidend, sondern die Qualität der Lebensmittel. Jedoch sollte man nicht erst in der Schwangerschaft auf eine gesunde Ernährung achten, sondern bereits vorher damit beginnen, um den Körper bestmöglich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten.

Besonders wichtig ist hier die Versorgung mit Folsäure, die mit dem Vitamin B12 zusammenwirkt und sich zum Beispiel in Feldsalat befindet. Natürlich kann man Folsäure auch supplementieren, um auf Nummer sicher zu gehen. Auch Vitamin B6 kann während der Schwangerschaft eine wertvolle Unterstützung für Frauen sein, die unter Schwangerschaftsübelkeit leiden. Des Weiteren sind gerade im ersten Trimester Omega- 3-Fettsäuren besonders wichtig, damit sich das Gehirn des Babys optimal entwickeln kann.

Auch eine ausreichende Jodversorgung ist natürlich sehr wichtig, für das ungeborene Kind. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Mutter unter einer Schilddrüsenerkrankung wie Hashimoto leidet. Ein Spurenelement, welches auch in ausreichender Form zu sich genommen werden sollte, ist Eisen. Wer Eisenpräparate nehmen möchte, sollte dies jedoch immer mit seiner Hebamme oder seinem Frauenarzt absprechen. Empfehlen kann ich hier Kräuterblut, da es weniger Nebenwirkungen mit sich bringt, als ein synthetisches Präparat.

Als wahre Wunderwaffe in der Schwangerschaft möchte ich dir gerne Moringa empfehlen. Es enthält viele wichtige Nährstoffe für Schwangere, in einem super Verhältnis. Du kannst Moringapulver einfach in ein Glas Wasser geben oder dir einen leckeren Smoothie (mit Orange, Apfel und Ananas) mixen.

In meiner Schwangerschaft habe ich bis jetzt keine Heißhungerattacken. Wenn du aber öfters Appetit verspürst, musst und darfst du auf keinen Fall hungern. Versuche einfach auf gesunde Snacks, wie Nüsse (Energiekugeln), Chiapudding oder Schoko-Cashewpudding auszuweichen. Auch ein Magnesiummangel kann die Ursache für derartige Heißhungerattacken sein. In diesem Fall könntest du Mandeln in deine Ernährung integrieren und beispielsweise täglich ein großes Glas selbstgemachte Mandelmilch trinken (ein Rezept findest du hier).

Jetzt möchte ich dir gerne sagen, was ich tagsüber für gewöhnlich esse. Natürlich unterscheiden sich die Zutaten täglich, damit ich auch genug Abwechslung und verschiedene Nährstoffe bekomme.

Morgens:

Morgens starte ich gerne mit einem großen Glas Wasser in den Tag. Vergiss niemals genug zu trinken, denn so kannst du ständige Müdigkeit und lästige Kopfschmerzen in den Griff bekommen. Danach esse ich fast täglich einen großen Obstsalat, den ich gerne noch mit etwas reinem Fruchtsaft aufpeppe. Im Obstsalat landen dann nach Lust und Laune gemahlene Hanfsamen, Nüsse, Cashewkerne oder Trockenfrüchte.

Mittags:

Mittags liebe ich im Moment Ofengemüse. Dafür gebe ich zum Beispiel Kartoffeln, Brokkoli, Blattspinat, Karotten, Tomaten, Mais, Pilze u.v.w. in eine Auflaufform, würze es mit Salz und Pfeffer und verrühre es mit Olivenöl (zwar nicht ganz optimal, aber LECKER). Das Gemüse gebe ich dann für 30 Minuten bei 180° in den Ofen. Manchmal würze ich es auch mit ein wenig Sambal Olek, Kurkuma oder Garam Masala, das ist jedoch komplett von meiner Laune abhängig.

Nachmittags esse ich dann etwas Obst.

Abends:

Im Moment liebe ich rote Linsen. Ich bin ein großer Fan der indischen Küche und in der Schwangerschaft liebe ich sie noch mehr. Aus diesem Grund esse ich abends gern eine indische Linsensuppe oder auch eine Kokos-Tomaten-Linsensuppe. Beide Varianten sind wahnsinnig lecker.

Natürlich esse ich auch gerne Salat, zum Beispiel mit einem Honig-Senf-Dressing, Feta oder Oliven.

Insgesamt achte ich darauf so viele Farben wie möglich zu essen, damit ich einen bunten Mix aus den verschiedensten Nährstoffen bekomme.

Obwohl ich nicht jeden Tag so clean esse, weil es manchmal nicht so leicht ist, wenn ich unterwegs bin oder viel zu tun habe, bin ich doch bemüht, dieses Konzept so oft es möglich ist umzusetzen. Natürlich nicht dogmatisch, denn eine Schwangerschaft soll auch Spaß machen und ab und zu „sündigen“ schadet Mutter und Kind auf keinen Fall.

Leiden in der Schwangerschaft und was du noch beachten kannst

Verstopfung

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Verstopfung. Das liegt zum einen am Hormon Progesteron, welches sich auch entspannend auf den Darm auswirkt und zum anderen daran, dass die Mutter zu wenig trinkt. Bitte greife nicht zu Abführmitteln, bevor du es auf natürlichem Weg probiert hast.

Eine natürliche Variante:

Nimm zwei Trockenpflaumen, weiche diese am Abend in einem Glas Wasser ein und iss sie morgens. Danach trinkst du noch das Wasser, in dem die Pflaumen eingeweicht waren. Das müsste dir dabei helfen, deine Verstopfung in den Griff zu bekommen.

Übelkeit

Das Problem trifft mich leider auch immer sehr hart und in einigen Fällen, heißt es leider, einfach durchhalten. Falls es zu schlimm wird, musst du unbedingt mit deinem Frauenarzt darüber sprechen. Wie ich bereits erwähnt habe, kann die Einnahme von Vitamin B6 helfen, die Schwangerschaftsübelkeit in den Griff zu kommen. Auch Ingwer in geringen Mengen, kann einen sehr wertvollen Beitrag leisten. Vielen Frauen hilft es auch, an einer Zitrone zu riechen. Finde heraus, was dir gut tut.

Müdigkeit

Gegen Müdigkeit kann es helfen, 2-3 Liter stilles Wasser am Tag zu trinken. Aber Vorsicht! Zwinge dich nicht zum Durchhalten. Die Müdigkeit dient auch als Schutz für dich und dein Ungeborenes, damit du dich nicht übernimmst und deinem Körper ausreichend Ruhe gönnst.

Kopfschmerzen

Auch hier solltest du Schmerzmittel niemals auf eigene Faust einnehmen. Besprich dich immer mit einem Arzt oder Apotheker, denn abhängig von deiner Schwangerschaftswoche können dir bzw. deinem Baby bestimmte Medikamente massiven Schaden zufügen.

Mein Tipp:

Leg dich in einen dunklen, gut gelüfteten Raum. Trinke viel Wasser und gönn dir RUHE!

Darmgesundheit in der Schwangerschaft

Jetzt fragst du dich vielleicht, was der Darm mit deiner Schwangerschaft zu haben könnte. Tja, eine ganze Menge. Frauen, die während der Schwangerschaft auf ihre Darmgesundheit geachtet haben und Probiotika einnahmen, konnten für sich selbst und die Gesundheit ihrer Babys eine ganze Menge tun. So haben Studien zum Beispiel ergeben, dass Babys von Frauen, die während der Schwangerschaft derartige Präparate eingenommen haben, in der Regel später seltener unter Allergien litten. Das ist doch ein großer Vorteil, findest du nicht?

Welches Probiotikum für dich geeignet ist und was du noch für deine Darmgesundheit tun kannst, ist natürlich sehr individuell und sollte dir von einem Gesundheitsberater, naturheilkundlich orientierten Arzt oder Heilpraktier mitgeteilt werden.

Ich hoffe, dir hat dieser Beitrag wichtige Informationen für eine gesunde Schwangerschaft geliefert und wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich natürlich gern an mich wenden.

Ich wünsche dir eine gute Zeit mit deinem Baby.

Liebe Grüße

 

 

 

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