Schwermetallbelastung und wie man sie verringert

By Nicole | Gesundheit

Aug 18
Schwermetallbelastung

Wohl kaum ein  Thema wird so kontrovers diskutiert, wie das Thema Schwermetalle. Es herrscht große Verunsicherung und nur wenige Personen können wirklich umfassend und seriös über dieses Thema aufklären. Heute soll es auf dem Blog darum gehen, was Schwermetalle sind, wie es zu einer Schwermetallbelastung kommt, wie diese diagnostiziert wird und wie man Schwermetalle ausleiten kann.

Was sind Schwermetalle?

Hier handelt es sich um die Frage aller Fragen und viele „Fachleute“ scheitern schon daran, diesen Fakt richtig zu erklären. Es gibt nämlich gar keine eindeutige Definition für Schwermetalle. Genauer gesagt, gibt es eine Vielzahl an Definitionsversuchen. Wer sagt, alle Schwermetalle seien schädlich, der irrt sich gewaltig. Viele Schwermetalle sind für uns existentiell und wenn wir diese nicht im Körper hätten, wären wir tot.

Wir zählen heute beispielsweise auch die Spurenelemente Eisen und Kupfer zu den Schwermetallen. Jeder weiß aber wie wichtig Eisen für unsere Blutbildung ist. So ist auch Kupfer für uns lebensnotwendig und ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben. Kupfer ist unter anderem für den Pigmentstoffwechsel zuständig und fehlt es im Körper kann es zu der Krankheit Vitiligo kommen.

Da der Begriff Schwermetall nicht eindeutig geklärt ist , ist es also schwierig, den „Feind“ klar zu definieren. Natürlich zählen einige „Schwermetalle“ zu den schädlichsten Substanzen der Welt, wie man sich aus so genannten Prioritätenlisten für Schwermetalle entnehmen kann. Zu diesen Substanzen gehören zum Beispiel Arsen, das sich im Trinkwasser befindet, Blei, das sich in verschiedenen Pflanzen befindet und Quecksilber, das in Impfungen und Amalgamfüllungen enthalten ist.

Wie kommt es zu einer Schwermetallbelastung?

Viele Schwermetalle sind also existentiell und somit kann die Ursache für eine Schwermetallbelastung also nicht das bloße Vorhandensein dieser Schwermetalle im Körper sein. Es ist also so, dass allein die Dosis das Gift macht. Nehmen wir noch einmal die Beispiele Eisen und Kupfer her. Eisen ist für Kinder ab 2g tödlich, deshalb sollte man Kindern nie ohne ärztliche Zustimmung Eisentabletten oder ähnliches verabreichen. Substituiert man Kupfer in einer zu großen Menge kann es zu blutigem Stuhl und Nierenversagen kommen.

Es ist also nicht das Schwermetall an sich, dass für uns gefährlich ist, sondern allein die Dosis.

Doch wie nehmen wir Schwermetalle auf?

Die Wege sind sehr vielseitig. Wir nehmen sie über die Ernährung auf. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um pflanzliche oder tierische Lebensmittel handelt. Beide Gruppen sind belastet. Tiere nehmen Schwermetalle über ihre Nahrung auf und so gelangen die Schwermetalle dann in unsere Nahrung. Pflanzen nehmen die Schwermetalle wiederum aus dem Boden auf.

Zusätzlich nehmen wir Schwermetalle über Kosmetik und Körperpflegeprodukte, wie fluoridhaltige Zahncremes auf und auch in Modeschmuck ist Cadmium enthalten, das wir dann über die Haut aufnehmen. Wie gesagt, die Wege auf denen Schwermetalle in unseren Körper gelangen können, sind vielseitig und jetzt alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Ich glaube, du hast aber erst einmal einen groben Überblick zu diesem Fakt bekommen.

Wie äußert sich eine Schwermetallbelastung

Da sich Schwermetalle im Körper an verschiedenen Stellen ansammeln können, sind auch die Symptome für eine Schwermetallbelastung ganz vielseitig. Zu den häufigsten Symptomen gehören unerklärbare Hautausschläge, Ekzeme, und andere Hauterkrankungen, sowie Migräne, Gelenkschmerzen und Gelenkerkrankungen. Aber auch Parkinson und Alzheimer werden heute immer wieder mit einer Schwermetallbelastung in Verbindung gebracht. Sogar Magenschmerzen und Probleme im gesamten Magen- und Darmtrakt können auf eine Schwermetallbelastung zurückgeführt werden. Auch die Toleranzschwelle ist bei jedem Menschen anders, so kann es sein, dass der eine Mensch auf eine geringere Schwermetallbelastung viel heftiger reagiert, als ein anderen Mensch, der bei der selben Menge an Schwermetallen keinerlei Symptome zeigt.

Wenn du also unter eher unspezifische Symptomen leidest und bisher noch keine eindeutige Diagnose gestellt wurde, macht es Sinn auch mal in richtig Schwermetallbelastung zu schauen und diese vom Profi überprüfen zu lassen.

Schwermetallbelastung diagnostizieren

Da sich Schwermetalle vorwiegend im Fettgwebe und im Nervensystem anreichern, ist eine Diagnose oft schwierig. Einige Ärzte und Therapeuten verwenden deshalb für eine Diagnose einen Chelatbildner. Dieser ist aber wirklich nur für eine Diagnose geeignet. Therapeutisch sollte es nur bei schwerwiegenden Schwermetallvergiftungen eingesetzt werden, da eine Chelattherapie schwerwiegende Nebenwirkungen haben kann.

Wenn sie jedoch zur Diagnoseerstellung genutzt werden , wirken sie wie folgt. Chelatbildner mobilisieren Schwermetalle aus dem Gewebe und lassen sich dann im Urin einige Stunden später feststellen. Wird der Urin ohne den vorherigen Einsatz von einem Chelatbildner untersucht, hat dieses Ergebnis in der Regel keinerlei Aussagekraft. Auch die Messungen von Schwermetallen im Blut und durch Haaranalysen sind höchst unzuverlässig.

Wie kannst du Schwermetalle ausleiten?

Einen Teil der Schwermetalle leitet unser Körper ganz selbstständig aus. Wenn eine Ausleitung jedoch angeraten wird, gibt es mehrere Wege. Es werden oft verschiedene Methoden wie der Einsatz von Koriander oder Bärlauch beworben. Von der Wirksamkeit dieser Methoden, bin ich persönlich aber nicht überzeugt, deshalb teile ich mit dir heute meinen 2 favorisierten Wege.

Ausleitung mit Chlorella oder Bentonit

Ich bin ein großer Freund von diesen beiden Mitteln. Bentonit bindet, bedingt durch seine eigene Ladung, andere Schwermetalle an sich. Dies funktioniert vorrangig im Verdauungstrakt. Die Schwermetallbindung durch Bentonit kommt häufig im Zuge einer Darmsanierung zum Einsatz. Mit dieser Form arbeite ich beispielsweise in meiner Praxis.

Nun sind viele Menschen etwas verunsichert, weil Bentonit ja auch Aluminium enthält. Dazu muss man jedoch sagen, dass auch die jeweilige Verbindung der Schwermetalle eine Rolle spielt. Es gibt hochgiftige Aluminiumverbindungen und ungefährliche. Das enthaltene Aluminium im Bentonit wird komplett wieder vom Körper ausgeschieden und kann deshalb bedenkenlos eingesetzt werden.

Auch Chlorella wird zur Schwermetallausleitung eingesetzt. Auch dies bindet Schwermetalle an sich und leitet sie so aus dem Körper. Zu diesem Thema habe ich schon einen Beitrag verfasst. Diesen findest du hier.

Wenn du nun den Verdacht hast, bei dir könnte eine Schwermetallbelastung vorliegen, dann suche dir für eine Schwermetallausleitung bitte Hilfe von einem Coach, einem Arzt oder Heilpraktiker, der sich mit diesem Thema auskennt.

Falls sich zudem Amalgamfüllungen in deinem Mund befinden, solltest du ernsthaft in Erwägung ziehen, diese entfernen zu lassen. Bitte such dir dazu einen ganzheitlichen und versierten Zahnarzt, der sich mit der gefahrenlosen Entfernung von Amalgamfüllungen auskennt. Wenn dein Körper nämlich schon unter der Belastung von Schwermetallen leidet, kann das bloße Aufbohren dieser Füllungen sehr unangenehme Folgen für dich haben.

Wenn du dich gegen den Besuch bei einem ganzheitlichen Zahnarzt entscheidest und die Füllungen von einem herkömmlichen Zahnarzt entfernen lässt, solltest du nach der Behandlung unbedingt zu Chlorella und Bentonit greifen, um die gelösten Schwermetalle sofort aus dem Körper zu leiten. Trotzdem würde ich dir aber unbedingt zu einem Besuch bei einem ganzheitlichen Zahnarzt raten.

Ich wünsche dir einen schön gesunden Tag!

Liebe Grüße

Schwermetallbelastung