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Darmgesundheit – Wie der Darm dein ganzes Leben beeinflusst

By Nicole | Gesundheit

Jul 27

Leider wird der Darm oft unterschätzt. Er ist einfach da und viele Leute wissen gar nicht, welche wichtige Bedeutung er für unsere Gesundheit hat. Leidet jemand unter Magen-Darm-Beschwerden oder einer chronischen Darmerkrankung, liegt die Sache klar auf der Hand. Dort sieht man schnell, welche Rolle der Darm für die Gesundheit spielt. Doch wie ist es bei Depressionen, hoher Infektanfälligkeit und Hauterkrankungen. Bezieht man bei der Behandlung von diesen Erkrankungen die eigene Darmgesundheit mit ein? Leider wird dies noch lange nicht so häufig getan, wie es der Fall sein sollte…

Darm- Sitz des Immunsystems

Wusstest du das sich ca. 80% der Immunzellen im Darm befinden? Sie werden dort vor allem im Appendix (Wurmfortsatz oder das, was umgangssprachlich als Blinddarm bezeichnet wird) lokalisiert. Wenn der Darm also geschädigt ist, ist auch immer unser Immunsystem betroffen.

Auch die gesamte Darmflora spielt natürlich beim Thema Immunsystem eine sehr große Rolle. Ist dieses so genannte Mikrobiom gestört, zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika oder einer Chemotherapie, sollte man immer eine Darmsanierung durchführen.

Auch Hautprobleme können auf einen gestörten Darm hinweisen. Oft entstehen Hautprobleme durch das Leaky Gut Syndrom. Hierbei wird die Darmwand durch beispielsweise eine falsche Lebensweise so geschädigt, dass sie durchlässig wird. Die Folge davon sind Partikel im Blut, die da nicht hingehören. Die Folgen können vielschichtig sein. Es kann zum einen zu Hautproblemen kommen oder es können sich im schlimmsten Fall Autoimmunerkrankungen entwickeln. Eine dieser Autoimmunkrankheiten kann zum Beispiel Hashimoto Thyreoditis sein. Das Immunsystem (unsere Antikörper) verwechselt die Eiweißbausteine aus der Nahrung (die sich nun wegen der durchlässigen Darmwand im Blut befinden) mit den Eiweißen der Schilddrüse und beginnt im Anschluss damit, die Schilddrüse zu zerstören. Wird dieser Prozess nicht schnell gestoppt, ist man ein Leben lang auf Medikamente angewiesen (Schilddrüsenhormone).

Eine geschädigte Darmflora kann also sehr gravierende Folgen nach sich ziehen. Aus diesem Grund beziehe ich die Darmgesundheit eines Klienten immer mit in meine Beobachtungen und Coachings ein. Es ist sogar ein Schwerpunkt meiner Arbeit, weil heute die meisten Menschen einen gestörten Darm haben.

Wie saniert man den Darm

Da der Zustand des Darms bei jeder Person anders ist, passe ich auch die Sanierung individuell an. In der Regel arbeite ich mit den Komponenten Flohsamenschalen (um den Darm „freizuputzen“), Bentonit (um Gifte und Schwermetalle im Verdauungstrakt zu binden) und einem Probiotikum (um die gestörte Darmflora wieder aufzubauen). Diese Darmsanierung wendet man häufig bei Klienten an, deren Darmflora sehr stark geschädigt ist. Außerdem gibt es auch Darmsanierungsprogramme, die verschiedene Kräuter enthalten. Auch solche eher sanften Darmsanierungsprogramme können Sinn machen.

Eine Darmsanierung wird immer über einen längeren Zeitraum durchgeführt. In der Regel mindestens 6-8 Wochen. Auch die Ernährung solltest du während dieser Zeit anpassen. Du solltest besonders auf Zucker, Gluten und Genussgifte verzichten. Natürlich gehören auch ganzheiltiche Maßnahmen, wie Bewegung, Bauchmassagen, Grassäfte etc. zum Programm. Bei Bedarf können sogar einige Mikronährstoffe gezielt eingesetzt werden, um die Darmsanierung zu unterstützen. Es gibt viele Möglichkeiten und ein gestörter Darm kann ebenso wieder aufgebaut werden.

Fazit

Auch wenn der Darmaufbau ein etwas langwieriger Weg ist, lohnt es sich auf jeden Fall, die Zeit zu investieren. Nur wenn der Darm gesund ist, ist auch der Mensch gesund. Nicht umsonst heißt es: Der Tod sitzt im Darm (das Leben aber übrigens auch:)).

Liebe Grüße

Nicole